Die Anfänge

Selbst ein Buch zu schreiben, war mir viele Jahre nicht in den Sinn gekommen. Phantasie habe ich genug. Aber reicht es für ein ganzes Buch?

Bücher sind seit meiner Kindheit ein Teil von mir.
Mit Freude las ich „Momo“, „Die Unendliche Geschichte“, „die kleine Hexe“. Die alten „Hanni und Nanni“-Bücher meine Mutter wurden verschlungen und später leider von meinem Hasen gefressen.

In meiner Jugend las ich „Der Trotzkopf“, „Krabbat“ und alles, was die örtliche Bücherei hergab: Stephen King, „Die Säulen der Erde“, Dan Brown, „Fräulein Smilla Gespür für Schnee“, und vieles mehr.
An einem verregneten Tag auf dem Campingplatz meiner Großeltern schrieb ich einen Minikrimi von zwölf Seiten und schenkte ihn einer Freundin.

Da ich gut in Deutsch und Englisch war, belegte ich für mein Abitur auch diese Kurse.  Leider war mein Deutschkurs nicht wie erhofft. Dafür liebte ich die englischen Bücher: „Der Club der toten Dichter“ und „Romeo und Julia.“

Während meiner Lehre zur Steuerfachangestellten widmete ich mich „Herr der Ringe“, „der Hobbit“ und „Harry Potter“.
Für „Herr der Ringe“ opferte ich meinen Schlaf und fuhr nach zwei Stunden schlummern zur Arbeit. Da ich die Fortsetzungen von Harry Potter nicht abwarten konnte, las ich sie erst auf Englisch und später auf Deutsch.
Ich verschlang alles von Cecelia Ahern. Hier und da ein Krimi und jede Menge Fantasybücher. Im Kino liebte ich es, Fantasyfilme zu sehen. Aber mir fehlten meist meine Lieblingsszenen aus den Büchern.

Während meines Fernstudiums legte ich die eigenen Bücher zur Seite: keine Zeit. Das hole ich später nach.

Die Idee

Als ich mit dem Studium fast fertig war, hatte ich mir wieder Lesezeit am Abend gegönnt. Ich verschlang jedes Fantasybuch, was ich in die Hände bekam. Mein Tolino war Bestandteil meiner Handtasche.

Für ein Seminar war ich etwas länger  mit dem Zug unterwegs. Den Tolino hatte ich vergessen. Musik wollte ich nicht hören. Ich grübelte. Da kam mir eine Idee. Wie wäre es mit einer Kurzgeschichte? 
Ich fing an zu tippen und hatte bis zum Ende der Reise die ersten fünfzehn Seiten geschrieben. Die Geschichte lies mich nicht los, aber ich blieb immer wieder an dem weiteren Verlauf hängen.
Aber ein kleiner Wunsch bildete sich: ein Buch schreiben.

Während Corona fing ich die Geschichte nochmal neu an. Aber irgendwas stimmte immer noch nicht.
2022 fuhr ich mit meinem Mann zur Frankfurter Buchmesse. Ich sah, dass der Spruch „Das Buch ist tot“ im Widerspruch stand zu den hohen Besucherzahlen der Messe. Mein Entschluss stand fest: ich werde dieses Buch schreiben.

Wochen später saß ich mit André in der Küche und erzählte ihm meine Idee bei einer Flasche Wein. Drei Bücher. Eine große Geschichte. Ich war begeistert. Kam aber nicht ins Schreiben rein. 

Der Wendepunkt

Die Leipziger Buchmesse 2024 zeigte mir eine weitere Welt: die der Selfpublisher.
Statt einen Verlag zu suchen, entschied ich mich, mein Buch selbst herauszubringen. Ich wusste nicht, wie das alles funktionieren sollte, aber ich wusste, das wäre mein Einstieg in die Buchbranche. Ich trat dem Selfpulisher-Verband bei und informierte mich. Vieles blieb noch unklar. Es war schließlich noch theoretischen Wissen.
Ein zusätzliches Problem: meine Schreibflaute hielt an. Ich fühlte es einfach nicht richtig.
Anfang 2025 gab mir ein Freund Kapitel seinen angefangenen Buches zum Lesen. Er hatte einfach angefangen. Ich fragte mich, ob ich einfach zu sehr Angst davor hatte, wie Leute über mein Buch reden würden. Das war es. Ich hatte Angst. Aber um Kritik zu erhalten, muss man das Buch erstmal schreiben.
Im Frühjahr 2025 setzte ich mich endlich hin und konnte nicht mehr aufhören. Innerhalb von drei Monaten schrieb ich Ilendeya – das Erwachen der Elemente. 
An dem Tag, wo ich die letzten zwei Kapitel des Buches schrieb, heulte ich vor Freude und tanzte durch die Wohnung. Endlich fühlte sich die Geschichte richtig an.

Wie geht es nun weiter?

Ich brauchte jemanden, der mein Buch lektoriert. Ein Korrektorat war auch nötig. Also stöberte ich  auf der Seite des Selfpublisher-Verbandes. Hier fand ich auch meine Lektorin. Sie und ihre Website strahlte Kompetenz aus. Jemand schrieb über sie, dass sie schonungslos ehrlich sei. Das kann ich bestätigen. Mit Tanja als Lektorin habe ich nicht nur jemanden gefunden, der mein Buch hinterfragt und mich auf Fehler hinweist, sondern mir auch bei Fragen bezüglich der Buchbranche hilft. 

Ich besuchte in 2025 nochmal die Frankfurter Buchmesse und hatte eigentlich meinen Buchanbieter gefunden. Dachte ich jedenfalls. Zwischen Lektorat, Weihnachten und Korrektorat entschied ich mich dann doch für tolino-media. Da der Anbieter endlich geklärt war, hatte ich auch endlich die Maße für das Buch.

Endlich konnte es mit dem Cover und dem Buchsatz weitergehen. Weitere Entscheidungen standen an: Schrift, Schriftgröße, Farben, Cover-Elemente.

Mein Plan war es, zur Buchmesse das Buch herauszubringen. Doch leider machten erst eine Erkältung, dann ein Krankenhausaufenthalt mir einen Strich durch die Rechnung. 

Das eigene Buch

Das Cover und der Buchsatz waren im Februar dann endlich fertig. Der Probedruck kam pünktlich zur Leipziger Buchmesse. Ich glaube, man kann sehen, wie stolz ich bin. Das Cover bekam noch einen Feinschliff und ein paar Wochen später konnte ich das Buch endlich final freigeben.

Ilendeya – das Erwachen der Elemente: als Ebook und Taschenbuch im Handel verfügbar

Das Buch hochzuladen, ging besser als gedacht.
Jeden Tag schaute ich mehrmals bei Thalia und Hugendubel, ob es endlich online war. Das Ebook war zuerst zu sehen. Tage später auch das Taschenbuch. 

Was für ein grandioses Gefühl: das erste, eigene Buch bei den großen Buchhandlungen im Online-Shop.

Zwischen Schreiben und Herausgabe des Buches vergingen nur etwas mehr als ein Jahr. Von der Idee zum Buch war es ein Jahrzehnt. 

Und nun? War es das jetzt? Ziel erreicht?

Ein Buch schreiben: der Punkt meiner Bucket-List ist abgehakt.

Ich bin nun Autorin. Hört sich toll an. 

Das erste Buch ist veröffentlicht.

Nun folgen jede Menge Werbung und die Erstellung von Werbematerial.

Aber da kommt noch mehr: Ilendeya – das Erwachen der Elemente ist der erste Teil einer Trilogie. Also freut euch auf weitere Bücher.